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Vollmachten und Verfügungen

Vorsorgevollmacht

Die Vollmacht zur Vorsorge ermöglicht Ihnen ein hohes Maß an Selbstbestimmung. Sie benennen eine oder mehrere Personen Ihres Vertrauens, die bereit sind, für Sie im Bedarfsfall zu handeln – dadurch soll eine gesetzliche Betreuung vermieden werden. Eine Vorsorgevollmacht gibt je nach Umfang dem Bevollmächtigten gegebenenfalls sehr weitreichende Befugnisse. Deshalb ist es wichtig, dass Sie der Person, die Sie womöglich bis zum Lebensende mit dieser Vollmacht ausstatten, voll und ganz vertrauen. Es ist zweckmäßig, die gewünschten bevollmächtigten Personen nach Möglichkeit bereits bei der Abfassung der Vollmacht mit einzubeziehen

Patientenverfügung

Hier können Sie schriftlich für den Fall Ihrer Entscheidungsunfähigkeit – z. B. durch dauerhafte Bewusstlosigkeit oder schwere Hirnschädigung – im Voraus festlegen, ob und wie Sie in bestimmten Situationen ärztlich behandelt werden möchten. Festgelegt werden u. a. Art und Umfang von lebensverlängernden Maßnahmen, von Wiederbelebungsmaßnahmen oder einer Entscheidung über Organtransplantation. Die Patientenverfügung rich-
tet sich in erster Linie an den Arzt und evtl. an einen bevollmächtigten oder gesetzlichen Vertreter. Es empfiehlt sich, auch ein Exemplar der Patientenverfügung beim Hausarzt zu hinterlegen. 

Betreuungsverfügung

Mit einer Betreuungsverfügung bestimmen Sie vorab selbst, wer Ihre gesetzliche Betreuung übernehmen soll oder wen Sie ablehnen. Außerdem können Sie Wünsche äußern, wie die Betreuung inhaltlich aussehen soll oder wie Sie im Pflegefall versorgt sein möchten.

Information und Beratung zu Vollmachten und Verfügungen erhalten Sie auch über die Stadt Straubing:

Betreuungsstelle der Stadt Straubing

Am Platzl 31, 94315 Straubing
09421/944-70460

Vollmachten und Verfügungen

Vollmachten und Verfügungen werden nur anerkannt, wenn sie im Original vorgelegt werden. Es empfiehlt sich, diese an einem dem Bevollmächtigten bekannten Ort zu verwahren oder sie ihm zu übergeben. Gegen eine geringe Gebühr kann man diese auch im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registrieren lassen: www.vorsorgeregister.de

Zentrales Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer

0800/3550500

kostenloses Servicetelefon

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Ordner aller wichtigen Dokumente

Es ist empfehlenswert, alle bedeutsamen Unterlagen in einem Ordner aufzubewahren und eine Vertrauensperson darüber zu informieren, wo dieser Ordner zu finden ist.

In den Ordner gehören die Originale folgender wichtiger Dokumente: Geburtsurkunde, Heiratsurkunde oder Stammbuch, Ernennungsurkunden, Sozialversicherungsunterlagen, Versicherungspolicen, Vermögensverzeichnis, Sparbücher, Wertpapiere, Grundbuchauszüge, Ehe-, Erb- oder Übergabeverträge, Schuldurkunden, Vollmachten und Verfügungen, Testament.

Notfallmappe

Ein Unfall oder eine Krankheit kann unseren Alltag schnell aus dem Tritt bringen. Mit der Notfallmappe sind wichtige Informationen, die im medizinischen Notfall von Bedeutung sind gleich zur Hand.

Hier hinein gehören u. a. Informationen zur eigenen Krankheitsgeschichte, Medikamentenplan, Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht und vieles mehr. 

Die Stadt Straubing hat für Sie eine Notfallmappe mit Vordrucken zusammengestellt, die kostenlos im Sozialen Rathaus erhältlich ist.

SOS-Notfalldose

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In der Dose wird ein Blatt mit wichtigen persönlichen Daten hinterlegt und diese in der Innentür des Kühlschrankes gut sichtbar aufbewahrt. Aufkleber auf der Innenseite der Wohnungstür und an der Kühlschranktür (außen) informieren die Helfer im Notfall sofort, dass eine solche Dose vorhanden ist und können so schnell auf notfallrelevante Daten zurückgreifen. Die Notfalldose für die Stadt Straubing ist für 5,- €    erhältlich beim BRK Kreisverband.

Betreuung

Wer seine persönlichen, wirtschaftlichen oder rechtlichen Angelegenheiten aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung nicht mehr selbstständig regeln kann, dem stellt das Betreuungsgericht einen Betreuer (rechtlichen Vertreter) zur Seite, falls keine entsprechende Vorsorgevollmacht vorliegt. Der Betreuer muss vom Betreuungsgericht offiziell eingesetzt werden und wird auch durch diese Stelle in seiner Arbeit kontrolliert. Zuständig für die Einsetzung eines Betreuers ist das Amtsgericht. Die Betreuungsstelle der Stadt wirkt beim Betreuungsverfahren mit und berät dazu.

Stadt Straubing – Amt für Soziale Dienste, Ansprechpartner in der Betreuungsstelle A-He

Am Platzl 31, 94315 Straubing

Stadt Straubing – Amt für Soziale Dienste, Ansprechpartner in der Betreuungsstelle Hf-Qu

Am Platzl 31, 94315 Straubing

Stadt Straubing – Amt für Soziale Dienste, Ansprechpartner in der Betreuungsstelle R-Z

94315 Straubing

Testament und Erbvertrag

Um sicherzugehen, dass Ihr Nachlass in die richtigen Hände kommt, sollten Sie frühzeitig ein Testament aufsetzen. Der Gesetzgeber unterscheidet das notarielle und das private Testament. Letzteres muss vollständig von Ihnen mit der Hand geschrieben, mit Ort und Datum versehen sowie mit Vor- und Nachnamen unterzeichnet werden.

Ein notarielles Testament wird vor einem Notar erklärt und von diesem unterschrieben. Das ist eine kostenpflichtige Leistung, hat aber den Vorteil, dass Sie fachkundig beraten und über die Konsequenzen Ihrer Verfügung aufgeklärt werden.

Das Testament wird in der Regel beim Amtsgericht oder beim Notar hinterlegt. Wenn Sie es zu Hause aufbewahren, sollten Sie sicherstellen, dass nach Ihrem Tod darauf zurückgegriffen werden kann.

Ein Erbvertrag wird zwischen zwei oder mehreren Vertragspartnern geschlossen. Er kann, im Gegensatz zum Testament, nur mit Zustimmung beider Vertragspartner geändert werden.

Bestattungsvorsorge

Gerade wenn der Tod überraschend kommt, sind die Angehörigen häufig überfordert mit den vielen Entscheidungen, die nun getroffen werden müssen.

Eine Bestattungsverfügung bietet die Möglichkeit, alle Wünsche für eine Bestattung im Voraus festzulegen. Sie kann auch eine Bankvollmacht für den Bestattungspflichtigen enthalten.

Auch im Rahmen des Vorsorgevertrags mit einem Beerdigungsinstitut können Sie all diese Dinge festlegen und auch die Finanzierung regeln. Denn seitdem das Sterbegeld der gesetzlichen Krankenversicherung gestrichen wurde, bleiben die Kosten für die Bestattung der eigenen Vorsorge überlassen. Wer seine Angehörigen nicht damit belasten möchte, der kann die entsprechenden Beträge auf einem Treuhandkonto hinterlegen, wo Sie zudem noch verzinst werden.

Weitere Informationen:

Standesamt Straubing

Stetthaimerplatz 1, 94315 Straubing
09421/944-64222
E-Mail senden
Informationen im Trauerfall

Der Bundesverband Deutscher Bestatter informiert auf seiner Website über alle im Trauerfall relevanten Themen - von Bestattungsdienstleistungen über die Todesanzeige bis hin zu Selbsthilfegruppen und Literatur zur Trauerbegleitung: www.bestatter.de (> Inhaltsübersicht)